11 Jahre Mozilla - Ein Rückblick

Der Firefox-Browser gilt als der größte Konkurrent vom Internet Explorer und liegt inzwischen in der dritten Version vor. Am 31. März 1998, also vor ca. 11 Jahren, wurde die Mozilla Foundation gegründet - und damit der Grundstein für den kostenlosen Firefox-Browser gelegt, den so viele Menschen inzwischen jeden Tag benutzen. Inzwischen kam mit Thunderbird auch ein beliebtes e-Mail-Programm dazu. Zwar sind beide noch Nischenprodukte, erreichen aber fast schon 20% aller ‘Surfer’. Grund genug, um sich einmal mit der Geschichte der Non-Profit-Organisation zu beschäftigen.

1998 gründete Netscape, eine Organisation in den USA, die unter anderem den ‘Netscape Online Navigator’-Browser entwickelte, die Mozilla Corporation, um einen neuen Browser zu entwickeln. Der Online Navigator wurde von Microsoft und dessen ‘Internet Explorer’ im sogenannten Browserkrieg vom Markt verdrängt - mit dem Mozilla wollte man einen Neuanfang wagen. Fast zur selben Zeit wurde Netscape von AOL aufgekauft; man fusionierte. Als 2003 Netscape Communications, ein Tochterkonzern von AOL, pleite ging, wurde die Mozilla Foundation gegründet. Fortan sollte Mozilla als eigenständige Non-Profit-Organization bestehen und von der Foundation vor allem rechtlich und organisatorisch unterstützt werden.

AOL übertrug Mozilla sämtliche Rechte und trennte sich zwar von der Organisation, gab ihr aber 2 Millionen Dollar Starthilfe und übernahm alle laufenden Kosten für die ersten drei Monate. Seither finanziert sich Mozilla hauptsächlich durch Kooperationsverträge (z.B. mit Google als Standartstartseite) und vermarktet z.B. CDs von den Produkten: so wurden 2007 75 Millionen US-Dollar eingenommen. Firefox und Thunderbird selbst bleiben allerdings kostenlos. Das überschüssige Geld wird zur Sicherung des Konzerns auch in Zukunft risikoarm angelegt - von den 75 Millionen Dollar 2007 wurden lediglich 33 Millionen ausgegeben.

Seit 2004 gibt es auch Mozilla-Büros in Europa, China und Japan. Diese Büros steuern die regionale Vermarktung der Software und organisieren jährliche Entwicklertreffen in großen europäischen Städten.

Ob Firefox und Thunderbird in der Zukunft immer kommerzieller werden bleibt abzuwarten. Durch Kooperationsverträge z.B. mit Google wurde das Produkt Firefox aber sicherlich nicht verbessert - inzwischen gibt es aber schon Werbung in Zeitungen etc. Ob die Wahl von Mozilla Produkten allzu sinnvoll ist bleibt auch fraglich: alle einst innovativen Features finden sich inzwischen auch im Internet Explorer wieder, welcher von einem deutlich größeren und erfahreneren Entwicklerteam entwickelt wird. Wer den fortlaufenden Browserkrieg gewinnt bleibt wohl auch in Zukunft offen.

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